Einblick in die iPhone Softwarentwicklung

Zugegeben, das iPhone OS mit SDK ist grandios einfach, wie vermutlich alles unter dem MacOSX. Allerdings gibts auch einige Kritikpunkte.

  • XCode hat als IDE ein Alleinstellungsmerkmal auf dem Mac. Für iPhone-Entwicklung gibts leider keine Alternativen.
  • MacOSX ist für mich zu viel "Eye candy". Ergonmisch ist diese Oberfläche für Featuritis-verwöhnte KDE-User wie mich keinesfalls. Aber ich möchte keine Grundsatzdiskussion vom Zaum brechen.
  • Der Einstieg in die Apple Developer Connection ist zwar kostenlos, aber keinesfalls anonym.
  • Die primäre Programmiersprache Objective-C ist, sagen wir mal, gewöhnungsbedürftig.

Was heißt das im Einzelnen? XCode (3.1 beta) und seine Werkzeuge (Interface Builder und iPhone Simulator) mögen gut sein, verhindern aber durch ihre etlichen offenen Fenster ein effektives arbeiten. Außerdem wundere ich mich manchmal über die verfehlten Prioritäten die in diese IDE gesetzt sind. So fehlen z.B. ein anständiger Inline-Dokumentationsbrowser völlig, dafür gibts aufblinkende animierte geschweifte Blockklammern.

Das MVC-Konzept von Cocoa ist zwar gut, aber dank Objective-C nicht gerade programmiererfreundlich. Ich weiß dass meine Meinung etwas voreilig ist, da ich nun gerade effektiv eine Woche auf Basis englischer Lektüre dabei bin und mir etwas die Erfahrung fehlt. Aber ich kenne Sprachen, wie z.B. ActionScript 3 oder Java, die dank By-Design-Objektorientierung wesentlich verständlicher sind.

Ich habe aber nicht nur negative Eindrücke zu vermitteln. Besonders positiv ist mir z.B. die umfangreiche und verständliche Einsteigerdokumentation zur iPhone-Softwareentwicklung und ihren "Guidelines" aufgefallen. Man bekommt sehr schnell einen Überblick über die verwendete Architektur und den Framework-Paketen. Man könnte theoretisch (mit Betonung) sofort loslegen.

Dass eine Sprache ihre Charakteristiken mitbringt, die erstmal gelernt und verstanden werden müssen, weiß jeder Universalprogrammierer. Erfahrene MacOSX-Entwickler habens da einfacher, die glücklichen :)

Ich hoffe auf guten Zuspruch unserer kompetenten Experten im Haus meine Praxisarbeit hier im Blog später veröffentlichen zu können. Bis dahin muss ich erstmal auf einen Link zu den Release Notes von Version 2.0 von Objective-C vertrösten:

http://developer.apple.com/documentation/Cocoa/Conceptual/ObjectiveC/ObjC.pdf

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Kommentare (2)


Kopf hoch. Das wird. Bin da guter Dinge bei dir!!



Anfängerprobleme
Das liegt vorwiegend daran, dass Du Dir die neue Arbeitsumgebung noch nicht passend eingerichtet hast und auch noch nicht mit ihr vertraut bist.

wg. Fenster-Layout:
Du verwendest wahrscheinlich das Standard Layout. Das ist für Systeme mit mehreren Monitoren geeignet. Bei einen System mit nur einem Monitor sollte man das Condensed-Layout verwenden, und bei Notebooks am besten das "All-In-One"-Layout. Probier mal das aus.

wg. Dokumentationsbrowser
Den findet man im Hilfe Menü, und der heisst hier "Research Assistant". Auch hier bedarf es noch etwas Einstellungsarbeit.

Tips:
Ändere bei den Smart Folder "NIB Files" das Pattern auf "*.?ib", dann bekommst Du dort alle IB Files angezeigt.

Lege Dir eine Tasenkombi für "Select Next Placeholder", z.B. [cmd + -] oder [ctrl + space] an.

Lege Dir die Code-completion aka "Code Sense" auf eine sinnvollere Tastenkombi, z.B. [alt + space] o.ä.

Kommentar:
Bis man Objective-C und dessen sehr striktes MVC verinnerlich hat, bedarf es einige Zeit. Aber ich kann dein Kritik noch entfernt nachvollziehen, da es mir - so wie vielen Anderen - anfangs so ähnlich erging wie Dir.
Später mal vermisst man es dann anders wo. Ehrlich! :-)

Grüße
Chris

PS: Bevor es Dir jemand anderes sagt: Es heisst Xcode. Nicht XCode, xCode oder X-code.


http://www.macoun.de/








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