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Grenzen gabs gestern...

... dieser Slogan einer nicht näher genannten Firma wird mehr und mehr zum Leitspruch der Entwicklung im Social Network. Ob man das im Zeichen des "Fortschritts" jedoch immer gutheißen sollte, mag bezweifelt werden.

Eine - zwar nicht mehr ganz taufrische - Meldung der letzten Tage stößt mir dabei besonders bitter auf. Eine schwedische Firma entwickelt derzeit eine Technologie, mit der es dem Besitzer eines Smartphone's möglich ist, Benutzer sozialer Netzwerke durch einfache Bilderkennung zu ermitteln. Das Ganze nennt sich aktuell "Recognizr" und befindet sich aktuell in der Prototyp-Phase.

Wie soll das funktionieren? Nehmen wir mal ein dafür sicher sehr passendes Beispiel: Ein Mann, nennen wir ihn Hans, sitzt in der Strassenbahn auf der Suche nach seiner Traumfrau die gerade mal zwei Sitze vor ihm Platz genommen hat. Natürlich ist Hans viel zu schüchtern sie sofort anzusprechen und zügt voyeuristisch veranlagt sein Smartphone und richtet die Kamera auf seine "Traumfrau". Im idealen Fall bekommt Hans jetzt einen Namen, eine E-Mail Adresse und alle freigegebenen sozialen Netzwerke dieser Person angezeigt. Wunderbar, nicht?

 
Quelle Bild: www.basicthinking.de 

Ehrlich gesagt bekomme ich bei diesem Gedanken das kalte Grauen. Zwar soll es dem Nutzer "natürlich" selbst überlassen sein, welche personellen und sozialen Daten er für diesen Service freigeben will - aber hat man letztlich wirklich noch Einfluss darauf?

Es bleibt zwar fraglich inwieweit dieser Dienst je zum Einsatz kommt und rechtlich überhaupt zugelassen wird. Dennoch finde ich diese Entwicklung sehr fragwürdig... was kommt dann als nächstes?

05.03.2010
veröffentlicht von:
Mario Nitschke
veröffentlicht in:Web 2.0
Dieser Beitrag wurde noch nicht bewertet

Kommentare (1)

Hätte Hans...

... seine Traumfrau direkt angesprochen - wäre also in sozialen Kontakt getreten - ließe sich das Thema auf direktem Weg klären. Zeigt Traumfrau offenherzig Ausschnitte ihres Lebens in sozialen Netzwerken, ist sie dem direkten Weg evtl. auch nicht abgeneigt und geht mit Hans einen Kaffee trinken bzw. gibt ihm einen Korb. Geht Hans den beschriebenen Umweg über soziale Netzwerke kommt er mit ihr entweder in Kontakt, oder bekommt einen Korb. Wo also ist der Unterschied?

05.03.2010 - 12:11
geschrieben von
Ron
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