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Im Inland online, im Ausland offline - wie Daten-Roaming das Surfen behindert

Glücklich wer ein Smartphone, ein Tablet-PC oder ein Netbook sein eigen nennen und damit quasi überall und ständig online sein kann - zumindest wenn man sich in einer größeren Stadt befindet. Doch auch auf dem weiten Land sind die Handynetze und damit auch das mobile Internet (EDGE) ganz gut ausgebaut. Ausgebaut heißt in dem Moment: nahezu überall zu erreichen, aber natürlich für HSDPA- und DSL-verwöhnte Städter zu langsam um ordentlich surfen zu können. Generell kann man mit mobilen Endgeräten doch recht komfortabel surfen - vor allem wenn man stationiär (daheim, auf Arbeit, bei Freunden) noch auf WLAN-Netze zugreifen kann. Gleiches gilt natürlich für die Verwendung von Applikationen und Handy-Widgets.

Allerdings stoppt das komfortable Surfen just an der Grenze zu anderen Ländern. Glücklicherweise wird man im Flugzeug darauf hingewiesen, den Flugmodus aka "flight mode" einzuschalten ("Telefonieren im Flugzeug – kann das zum Absturz führen?") und damit alle sendenden/empfangenden Verbindungen (UMTS, GSM, WLAN usw.) auszuschalten. Im Flugzeug WLAN zu nutzen, wie es u.a. die skandinavische Fluglinie "Norwegian" vorantreibt. Wenn beispielsweise in London bei noch aktivierter Verbindung Mails abgerufen, Wetter-App aktualisiert, automatisierter Sync von Kontakten, Kalendereinträgen, Google+ und Facebook-Benachrichtigungen passiert und und und - bei Kosten von 0,15€ je begonnene 100KB. Für Online-Addicts wie ich es bin gibt es dann nur wenige Möglichkeiten:

  1. Kosten akzeptieren und die Reisekosten wegen Online-Kosten auf das Doppelte hochzuschrauben
  2. Sim-Karte (Prepaid) mit entsprechender Online-Option kaufen
  3. Von WLAN-Café über Hotspots zu Wifi-Punkten stromern

In Zeiten des ständigen Bewertens, Eincheckens, Recherchierens und Trackens ist eine ständige Onlineverbindung nahezu Pflicht. Das spontane Suchen nach einer Bus-/Bahn-/Fähr-/Zug- oder Flugverbindung oder eine Hotelbuchung "on the run" wird dabei kein Vergnügen. Und dabei reden wir noch nicht einmal über die enormen Kosten für Auslands-SMS und Telefonverbindung.

Dabei lobe ich mir beispielsweise das Bahnunternehmen "Chiltern Railways" in England, welche mit einem Feldversuch in Ihren Zügen WLAN zur Verfügung stellen. Schnelles Internet in bequemen Zügen Vollzeit kostenlos nutzen. Auch in London selbst ist die Abdeckung mit WLAN durch Anbieter wie BT Openzone auch an großen Plätzen und Hotspots mit relativ geringen Kosten möglich. Generell gilt: Hotspot vorhanden, Kreditkarte/Zahlungsmitteldaten dabei, Online-Voucher kaufen und einlösen und online sein - funktioniert meist schnell und einfach, allerdings eben lokal beschränkt auf 50 Meter Umkreis. Getestet in Schweden, Großbritannien (London), Belgien (Brüssel) und den Niederlanden (Den Haag) und gerade für Touristen und Dienstreisende definitiv noch ausbaufähig.

Fragen, die ich mir hiermit stelle:

  • Wie gut ist Deutschland für Touristen/Daten-Roamer ausgebaut?
  • Welche Möglichkeiten nutzt ihr um im Ausland online zu sein?
  • Wo geht die Reise hin? Europaweiter Zusammenschluss mehrerer Provider (HSDPA) oder freies WLAN an jeder Straßenlaterne?
  • Welcher Dienstleister bietet jetzt schon lukrative Reise- oder Auslandstarife für Telefon- oder Internetverbindung?  
19.09.2011
veröffentlicht von:
Tim Natzschka
veröffentlicht in:Social Media

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Kommentare (1)

Globaler IP-Traffic bis 2014 vervierfacht

Im Rahmen meiner Abschlussarbeit bin ich auf eine Studie von Cisco gestoßen, die prophezeit, dass der Datentraffic zwischen 2009 und 2014 sich vervierfachen wird. In Deutschland wird im Jahr 2014 der Trafficverkehr bei 3,574 Exabytes liegen, das sind unvorstellbare 3747610624 Terabyte. Ich denke in Bezug auf Roaming sollten die Mobilfunkanbieter überlegen, wieweit Flatrates für das Ausland sinnvoll sind. Das ist bestimmt für Vielreisende interessant. LG, Erik

19.09.2011 - 16:56
geschrieben von
Erik Hilse
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