Neues von der Webinale

Die vergangenen 3 Tage fand in Karlsruhe die Webinale statt, in der es um die neuesten Trends und Technologien im Bereich Web & Mobile ging. Die tyConauten Mike und Frank - meine Person - waren auch von der Partie um neue Ideen aufzuschnappen und zu sehen wie sich der Markt um Web2.0 weiter entwickelt.

Nach einer Zugfahrt von 6 Stunden durch halb Deutschland sind wir in der sonnigen Stadt Karlsruhe angekommen. Passend zu einem heißen Event gab es auch Bomben- wetter mit bis zu 30° Celcius.

Die Hauptthemen waren die Entwicklung von Rich Internet Applications (RIAs), die Webentwicklung für mobile Geräte und neue Konzepte für Benutzerschnittstellen. Ganz groß im kommen ist Microsofts Silverlight 2.0. Die Redmonder haben damit eine echte Konkurrenz zu Adobes Flash und Flex auf den Markt gebracht. Inwieweit es sich gegenüber dem Quasi-Standard Flash am Markt etablieren und von den Nutzern akzeptiert wird, ist noch schwer einzuschätzen. Die ersten Eindrücke, was mit Silverlight in kurzer Zeit möglich ist waren äußerst beeindruckend. Von der Umsetzung des eigenen Videoplayers bishin zur Entwicklung von komplexen Enterprise-Applications, ist mit der neuen Plattform einiges möglich. Auch für erfahrene Flash-Entwickler sollte es sich lohnen sich damit näher auseinander zu setzen. Einige interressante Beispiele sind auf der Seite zu Silverlight zu finden. Sehr beeindruckend ist zum Beispiel, was man mittels "Deep Zoom" machen kann.

Aber auch an der Flashfront tut sich einiges. Mit dem Flash-Player 10 ist es nun endlich möglich die Hardwarebeschleunigung für Animationen zu nutzen. Auch 3D -Animationen lassen sich darstellen und die Speicherung von Daten auf dem Clientrechner soll möglich sein. Ein tolles Beispiel für die Umsetzung von Userinterfaces mittels Flash hat Andre Stubbe mit seinen WHITEVoid gezeigt. Das Flash neben Animation auch im Bereich Audio einiges unter der Haube hat, zeigte das Team von Hobnox. Sie haben mit ihren Audiotool komplette Synthesizer und Effektgeräte in Flash nachgebaut.

Wie die Welten von Web und Desktop sich verschmelzen lassen wurde mittels Adobe Air und Google Gears gezeigt. Meiner Meinung nach ist es durch AIR nun nicht mehr nötig seine Widgets für die unterschiedlichsten Systeme wie Yahoo!-Widget, Dashboard oder Vista-Widgets zu entwickeln. AIR-Applicationen laufen unter Windows, Mac und Linux. Vorraussetzung ist natürlich die Installation der AIR-Laufzeitumgebung. Es lassen sich damit aber nicht nur einfache Widgets, sondern komplexe Anwendungen entwickeln. Programmiert werden diese mittels ActionScript oder JavaScript, so dass der Umstieg leicht fallen sollte.

Insgesammt konnte man auf der Webinale interessante neue Technologien und Konzepte kennenlernen. Wer an mehr Details interessiert ist, sollte in der kommenden Woche auf der Seite zur Webinale vorbeischauen. Die meisten Vortragsfolien sollen dann verfügbar sein.

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