Sansibar bloggt anders...
Woran erkennt man heute eigentlich einen Blog? Was unterscheidet einen Blogeintrag von einer Newsmeldung? Optische und inhaltliche Erwägungen spielen bei der Betrachtung eine Rolle.
Ein Blog steht heute vor allem dafür, dass Nutzer eine private Meinung eines Redakteurs kommentieren können. Das Blog lebt zum Teil von dieser Kommunikation. Interessant ist der historische Abriss, den man in Bezug auf Kommunikation auf Webseiten betrachten kann. Zuerst konnte man nur lesen, dann schon mal ein Formular ausfüllen und verschicken, später kamen die Gästebücher, dann die Foren, dann lange nichts und danach das Blog, oder so ähnlich....
Am Ende ging es immer darum, dass auch der Seitenbesucher mal zu Wort kommt. In meinen Augen DER große Mehrwert der vernetzten Kommunikation im Internet.
Wie sieht das heute aus?
Eins ist klar: Auf einer Webseite müssen aktuelle Informationen gut erkennbar stehen, weil dies ein erster Indikator zur Authentizität der Webseite ist. Aus diesem Grunde versuchen immer mehr Unternehmen ihre Seiten in einen vernünftigen Bezug zur Realität in ihrem Umfeld zu stellen. Da reichen schon mal Messe-Termine, Unternehmens-News oder besagte Blog-Meldungen.
Dabei unterscheiden sich diese Quellen aber enorm. Während sich Unternehmens-News letztlich immer als PR verkaufen müssen, im guten wie im schlechten, sind Blog-Beiträge nicht mal zwingend mit Unternehmensinhalten verbunden. Im Blog geht es eher um die Abhandlung privater Themen und Interessen des Schreibers selbst, z.B. dem Mitarbeiter.
Blog-Einträge sollten deshalb auch nicht von der Marketing oder PR-Abteilung verfasst werden. Es folgt daraus, dass die Qualität der Beiträge höchst unterschiedlich ist. Allein Standpunkte, Schreibstil, Umgangsform... in einem Blog drücken sich diese persönlichen Qualitäten aus. Ein Unternehmen sollte davor aber keine Scheu haben und bei der Kontrolle nicht allzu stringent vorgehen. Dem Leser vermittelt sich dann ein sehr individuelles und allzu menschliches Bild vom Unternehmen. Das kann nur gut sein!
Bei tyclipso.net gestaltet sich die Kommunikation über das Blog trotz Überzeugung eher durchwachsen. Obwohl jeder was zu sagen hat, ist es nur eine kleine Gruppe, die ihren Ideen und Erfahrungen auch Gehör verschafft. Für viele ist die größte Hürde, mit geschriebenen Gedanken in die Öffentlichkeit zu gehen. Vielleicht liegt das daran, dass man gewohnt ist, Themen immer umfassend behandelt zu lesen, und sich selbst diese Gesamtsicht nicht zutraut. Oder man hat gar Angst, etwas falsches zu schreiben und dafür Spott zu kassieren. Für einige ist es aber auch einfach nur reine Zeitverschwendung, weil sie den Mehrwert einer solchen Auseinandersetzung mit der eigenen Meinung oder Wissen gar nicht sehen. Die offizielle Ausrede ist vor allem das "Zeitproblem". Dabei ist Blog-Schreiben reine Weiterbildung und gut für das soziale Miteinander!
Auch bei tyclipso.net gehen nicht alle Beiträge online. Grund dafür ist, dass ein Inhalt vielleicht doch etwas unglücklich aufbereitet ist, oder das Fundament für den Beitrag fehlt. Diese Quote liegt bei uns bei etwa 1-2%.
Der Effekt den unser Blog bisher gebracht hat ist hingegen enorm! Wir haben Kunden gewonnen und Projekte deshalb umgesetzt. Unser Blog ist eine Content-Maschine, Info-Pool, Merkzettel > Kunden wissen oft schon über bestimmte Anekdoten bescheid und fragen beim nächsten Meeting nach.
Woran machen wir heutzutage fest, ob es sich um PR/News oder Blog handelt?
Auf den ersten Blick, erscheint mir die Optik als ein wesentliches Indiz. Blogs sind chronologisch aufgelistet und werden von allerlei Boxen mit Nebeninformationen begleitet. Blog-Einträge werden insbesondere "verschlagwortet, verlinkt, ge-trackbacked, kategorisiert, kommentiert und ver-Redakteurt". Bislang erscheinen mir Blogs daher immer wieder gleich. Man könnte fast meinen, die Darstellungsform - ist das Blog-Kriterium. Dabei können die Blog-Eigenschaften natürlich auch an ganz normalen Newsmeldungen stattfinden. Dann gibt es da keinen Unterschied mehr. Oft sind News aber klarer, weniger vernetzt, konservativer dargestellt.
Das Sansibar Blog http://blog.sansibar.de
Bei unserem Kunden Sansibar haben wir deshalb zumindest das Blog-Listing (also die letzten 9 Beiträge) anders aufbereitet. 9 Motive, 9 Titel, 9 Kurztexte ... die Augen dürfen sich zuerst auf das interessanteste Motiv stürzen. Das erlaubt dem Leser, noch viel mehr seiner Intuition zu folgen. Den Rest macht der Inhalt. Wir werden die nächsten Wochen sehen, wie diese Form des Blogs angenommen wird. Vielleicht bewegt sich ja dann doch noch was in der Blog-Layout-Welt. Zeit wär's!
Demnächst implementieren wir im Sansibar-Blog noch "SMS" - Sansibar Message Service. Mal schauen, ob das gefällt!
Kommentare (1)
Patrick Weh
Wirklich eine sehr gelungene funktion die auch gut anklang findet, alles sehr sehr sehr gelungen, super admin bereich gibts auch noch dazu, was will man mehr :)
geschrieben von
Patrick Sansibar