The Whites Boy Alive - in Dresden, Alter Schlachthof
Gestern traf sich nahezu die komplette Dresdner Agentur- und Kreativ-Szene im Alten Schlachthof zum TWBA Happening. Und ja, wurde belohnt - mit einer bombastischen Montag Abend Party und 3 Zugaben (à 3 Lieder).
Ja, was war da gestern los. Der kleine Saal im Alten Schlachthof randvoll. Das Publikum so homogen, als wäre es eine eingeschworene Gemeindschaft und dann dieser spektakuläre "vor-Act" Namens "Erobique", der schon mal schön als One-Man-Show seinen Elektrokasten zum Klingeln gebracht hat. Sehr geile Beats, Samples und Sprechgesang aus dem Stegreif.
Mal sehen ob dieser Tage ein Dresden Video online gehen wird (bei all dne Handy-Filmern).
Aber natürlich waren die Könige des Abends die Berliner "The Whitest Boy Alive", die zumindest unseren Dresdner Jungs von Polarkreis 18 in Sachen Kleindungsfarbe paroli bieten konnten.
Sänger und Gitarrist Erlend Øye erinnerte mich zunächst erstmal an Bill Gates in jungen Jahren, das mag wohl an Brille und Gesicht (Nerd-Faktor) gelegen haben. Die Brille (eher ein 28er unter den Nasenrädern) hatte es dann auch schwer, denn es wurde so gut gerockt, dass sie permanent drohte "abzuschmiern".
In meinen Augen ganz großes Kino hat Keyboarder (und Elektromeister) Daniel Nentwig abgeliefert. Was da aus diesen Kisten herausgezaubert wurde, war wieder spektakulär und akkurat in Album Qualität. TWBA stehen ohne hin für unendliche Klangteppiche, auf denen man herrlich durch den Raum schweben, springen kann. Gestern taten das ca. 1500-2000 Dresdner bis zum letzten Schweistropfen, mir inklusive.
Was für ein geiles Konzert. Und im Vergleich zum Berliner Konzert am Vorabend, klares 1:0 für Dresden.
The Whitest Boy Alive haben inzwischen 2 Alben am Start "Dreams - 2006" und "Rules - 2009", beide intelligent und irgendwie bodenständig. Ich habe das Gefühl die Jungs könnten noch viel Jahre lang ihre Fangemeinde mit gleicher Qualität und Kontinuität beglücken. Der Mensch braucht schließlich Dinge, an denen er sich festhalten kann. TWBA ist inhaltlich und klanglich meiner Ansicht nach eine gute Basis für kreative Arbeit und wohl auch deshalb so beliebt in der Branche.
Gestern war Tino aus der MedienWG der große Gewinner einer Freikarte von mir. Er kannte TWBA nicht - und war sichtlich geplättet von der Party, die da abging. Er wird wohl noch ein Kommentar hier reinschreiben....
Ich selbst musste mich mit Sommergrippe hinschleppen, um es nicht zu verpassen (Parazethamol, sei dank). In den Kampf gegen den Schnupfen hab ich dann ordentlich Adrinalin losgeschickt, dank TWBA.
www.whitestboyalive.com (korrigiert)
Kommentare (1)
Ja Ja
.... diese Jungs rocken. Habe Sie letztes Jahr in Köln live erleben dürfen.
der Link zur TWBA Homepage lautet übrigens
http://www.whitestboyalive.com/
geschrieben von
Conrad