Welche Benutzerfreundlichkeit hat Linux bis heute erreicht?

Aller 4 bis 5 Monate nehme ich mir ein paar Stunden Zeit, um mein Kubuntu auf den neuesten Stand zu bringen. Weshalb daraus auch Tage werden können, will ich kurz berichten.

Folgende Probleme erhoffte ich, durch ein neues Update zu lösen.

  • Seit dem Update von Kubuntu 6.10 auf 7.10 wurde mein WLAN Fritz-USB Stick nicht immer erkannt! Für mich ein Mysterium...
  • Zwar war es seit Oktober 2007 möglich, den 3D-Desktop Compiz mit dem neuen Treiber fglrx auch unter AIGLX zu nutzten (vorher musste eine Xgl-Sitzung aufgemacht werden), jedoch waren dann das Nutzen von OpenGL-Anwendungen, als auch das Abspielen von Videos nicht mehr.
  • Seit Gutsy 7.10 lief meine TV-Karte nicht mehr.möglich.


Was war der Auslöser?

Der Hauptgrund war vor allem die "finale" Release von der KDE4 im Januar.

Update von KDE 3.x => 4

Nach dem Update der Pakete und Neuanmeldung begrüßte mich ein neuer Willkommenssound und ein neuer Desktop. Alles sah an sich recht gut aus, aber nach wenigen Minuten stellten sich die ersten Probleme ein. Nach Aktivierung der Arbeitsflächeneffekte des neuen KWin stellte sich das alte OpenGL-Problem wieder ein (flackernde Videos). Auch ein Update auf den aktuellen fglrx-Treiber behob das Problem nicht.

In der neuen KDE fungieren sämtliche Desktopelemente als Miniprogramme und es gibt Bereiche für die Kontrollleiste. Doch aus irgendeinen Grund musste ich mir meinen Desktop nach jeder Anmeldung wieder neu zusammenbauen. Außerdem konnte ich die Icons bzw. Verknüpfungen auf der Arbeitsfläche nicht ausführen!? Was mich auch extrem nervt, ist das einige Superkaramba Widgets nicht mehr unterstützt werden. Viele weitere "Problemchen" sind beim Einrichten noch aufgetreten, konnten aber meistens nach kurzem Googeln behoben werden. Außerdem unschön! Durch die Überarbeitung vieler KDE-Programme sind diese nun doppelt zu finden, weil die alten Pakete nicht überschrieben werden.

Das WLAN-Problem bestand weiterhin, wobei ich inzwischen der festen Überzeugung bin, dass die Wahrscheinlichkeit, dass das Gerät erkannt wurde, von 3/10 auf 6/10 gestiegen ist.

Auch ein dreistündiges Basteln und Recherchieren nach Treiber-Einstellungen für meine TV-Karte brachte nichts, da scheinbar die Grafikkartentreiber den Overlay-Modus nicht ausreichend unterstützt.

Zu dem viel erhofften Truecrypt 5.0 bleibt nur noch zu sagen, dass es für mein 64-Bit System immer noch kein fertiges Paket gibt und ich nur wegen der neuen Gui nicht das Risiko eingehen wollte, dass nach Neukompilieren des Sources nichts mehr geht.

Fazit: Die fertige KDE4 ist, wie die Entwickler selber zugeben, noch in der Experimentierphase. Echt schade, denn das System sieht echt drei mal besser aus als Vista und ist noch dazu kostenlos *G*.

PS: Bei mir im Wiki gibt's meinen aktuellen Desktop mit der neuen KDE und die alten Oberflächen zum Vergleich. Man erkennt sofort den Dualscreen-Modus, was das Einrichten unter Linux immer wieder sehr erschwert.

Andere Blogbeiträge zum selben Thema:
Widgets sind funktional und kommunikativ!

Kommentare (1)


In meinen Augen ist KDE 4.0 ein gewaltiger Rückschritt. Es ist langsam, Kickoff nervt und es sieht noch nichtmal gut aus. Das einzige Vielversprechende sind die neuen Technologien im Backend. Momentan ist es kein deut besser als Vista, sogar noch schlechter. Und das sag ich als KDE-Fan.










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